Archiv für August 2010

Artenvielfalt an der Elbe

Donnerstag, 26. August 2010

Für Natur- und Tierliebhaber sind Radtouren oder Wanderungen entlang der Elbe überaus attraktiv. Dank erfreulicher Bemühungen zur Erhaltung der Arten bietet das Gebiet der Elbe auch heute noch einer großen Vielzahl von Tieren ein zu Hause. So leben entlang der Mittelelbe und auch an deren Nebenflüssen heute wieder zahlreiche Biber und Fischotter. Diese waren im 19. Jahrhundert komplett ausgerottet wurden, konnten in den vergangenen Jahrzehnten erfreulicher Weise aber wieder fest am Fluss angesiedelt werden.
Aber nicht nur seltenen Säugetiere sind in und an der Elbe zu Hause, auch was den Vogelbestand betrifft, stellt die Elbe ein erfreuliches Beispiel für gelungenen Tierschutz dar. Diverse seltene und bedrohte Vogelarten wie der Schwarzstorch und der Seeadler finden im Gebiet der Elbe ihre Brutplätze. Verbreitet sind zudem der beliebte Weisstorch, der Kranich sowie verschiedenen Limikolen, Gänse und Schwäne.
Und auch die Gattung der Amphibien ist in und an der Elbe vielfach vertreten. Auch für verschiedene Lurcharten und andere Amphibien stellt die Elbe eine der letzten Orte in Deutschland dar, an denen diese Tiere ein sicheres zu Hause finden. Erfreulicher Weise kommen einige Arten, die in anderen Gebieten beinahe ausgestorben sind, wie der Laub- oder der Moorfrosch in den Auengewässern des Flusses recht häufig vor. Auch für die vom Aussterben bedrohte Rotbauchunke ist die Aufrechterhaltung der natürlichen Lebensräume entlang der Elbe von größter Bedeutung.
Seit verstärkt an einer Verbesserung der Wasserqualität in der Elbe gearbeitet wird, haben sich Bestände verschiedener Fischarten ebenso wieder normalisiert wie die der kleinen Krebsarten, die in den kleinen Tümpeln, wie zum Beispiel Qualmgewässern angesiedelt sind.
Insgesamt ist die Situation also wieder deutlich erfreulicher als beispielsweise noch in den 80er Jahren als zahlreicher Arten kurz vor der völligen Verdrängung aus dem Gebiet der Elbe standen. Dennoch ist es noch nicht an der Zeit Entwarnung zu geben. Immer noch sind zahlreichen Tiere stark gefährdet und daher darauf angewiesen, dass der Mensch sich angemessen verhält. Auf Wanderungen und Radtouren an der Elbe kann man zahlreiche Arten beobachten, aber stellen Sie sicher, dass Sie die Tiere nicht stören und schon gar nicht in Gefahr bringen.