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Magdeburg im Mittelalter – Die Kaiserpfalz an der Elbe

Montag, 22. Juni 2009

Neben Hamburg und Dresden ragt auch Magdeburg aus der Masse der „Elb-Städte“ heraus. Die Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt nimmt seit jeher eine Sonderstellung ein.

Magdeburg fand 805 erstmals Erwähnung. Das damalige Magadoburg war Kaiserpfalz unter Otto I. 919 befestigte Heinrich I. der Vogler Magdeburg gegen die Magyaren und Slawen. Die Magdeburger nutzten jedoch die Magdeburger Elbfurt gleichzeitig, um mit den Slawen Handel zu treiben.

929 heiratete Heinrichs Sohn Otto I. Edith, die Tochter Edwards des Älteren von England. Bei der Hochzeit erhielt Edith Magdeburg als Morgengabe. 937 hielten unter anderem zwei Erzbischöfe und acht Bischöfe dort eine Reichsversammlung ab.

Nach dem Tod Ediths heiratete Otto Adelheid von Italien. 962 erhielten Otto der Große und Adelheid die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches. Auf der Synode von Ravenna stieg 968 Magdeburg zum Erzbistum auf. Zu diesem gehörten die Bistümer Brandenburg, Havelberg, Meißen, Merseburg, Posen, Zeitz-Naumburg und Lebus.

973 starb Kaiser Otto der Große. Er ruht neben seiner ersten Frau Editha. 995 schloss Otto III. Schlesien dem Bistum Meißen an und unterstellte es dem Erzbistum Magdeburg. Seit 1035 ist Magdeburg Messestadt. Viele Besucher aus vielen Ländern trieben in Magdeburg Handel. Das belegt eine Magdeburger Silbermünze aus dem 11. Jahrhundert. Man fand sie in Sandur auf den Färöern.

Im 12. Jahrhundert löste sich die Stadt vom Erzbistum Magdeburg, dem Stadtherrn. Sie konnte allerdings nie die völlige Freiheit erlangen. Um 1430 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Erzbischof. Die Einführung der Reformation 1524 vertiefte die Gegensätze. Nachdem Luther im Juni 1524 in der Domstadt predigte, zog Georg von Mecklenburg mit der Unterstützung Kaisers Karl V. gegen Magdeburg. Nach der schweren Niederlage Magdeburger Truppen, belagerte Georg von Mecklenburg die Stadt. Ein Friedensvertrag beendete diese Belagerung. Magdeburg erhielt nun einen sakralen Ehrennamen: „Unseres Herrgotts Kanzlei“.

Geschichte der Elbe

Freitag, 29. Juni 2007

Der Fluss, der fast ganz Deutschland durchquert, wird wegen seiner Größe und der Tatsache, dass er ins Meer mündet auch als Strom bezeichnet. Der siebtgrößte Fluss Europas blickt auf eine fast 250.000 Jahre alte Geschichte zurück. Schon die Elster Eiszeit, die ungefähr 300.000 vor Chr. begann, hinterließ Spuren durch die sich später die Elbe ausbildete. Etwa 200.000 vor Chr. wanderten Gletscher vom Norden Deutschlands nach Süden und nahmen Sand und Lehm aus Skandinavien mit sich. Aus diesen bildeten sich die Höhenzüge im Elbraum aus. Dieser Raum war zu dieser Zeit schon besiedelt, wegen der Vergletscherung wurde die Besiedlung aber öfters unterbrochen. In wärmeren Perioden gab es hier die Möglichkeit eines reichen Fischfanges. 15.000 vor Chr. drangen die Gletscher bis in die Elbe vor und veränderten dadurch die Landschaftsbildung Schleswig-Hollsteins und Mecklenburg Vorpommerns grundsätzlich. Nach der letzten Eiszeit, die etwa 10.000 Jahre her ist, zogen Jäger und Landwirte in den Elbraum. Es folgte eine Bewaldung und die Entstehung mehrerer Dünenbereiche, Dank auch des starken Windes. Die Elbe, wie wir sie heute kennen, entspringt in Tschechien und fließt durch ein Großteil Deutschlands bevor sie in die Nordsee mündet. Die wichtigsten deutschen Städte die sich heute entlang der Elbe erstrecken sind: Hamburg, Dresden und Magdeburg. Die Bundeswasserstraße hat heute eine große Bedeutung als Verkehrs- und Handelsweg.