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Der Sächsische Weinwanderweg

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Dass es im Elbtal jede Menge Weinplantagen gibt, wissen inzwischen nicht mehr nur die Weinliebhaber. Die Region zwischen Diesbar-Seußlitz und Pirna ist bekannt für seine Weinberge und die köstlichen Produkte, die sie hervorbringen.
Daher kamen Wein- und Wanderliebhaber der Region schon vor Jahren auf die Idee, einen groß angelegten Wanderweg durch die Weingegend zu organisieren und 2004 war es so weit: der sächsische Weinwanderweg wurde erstmals offiziell abgelaufen.
Rechts entlang der Elbe führt der Wanderweg auf insgesamt 90 km durch die schönsten Weinanbaugebiete der Elbregion. Der Weg setzt sich zusammen aus 6 einzelnen Etappen: Los geht es in Diesbar und von dort nach Meißen. Die zweite Etappe führt von Meißen nach Oberau und danach geht es von Oberau nach Redebeul. Die vierte Etappe startet in Radebeul und endet in Dresden, von wo aus es dann nach Pillnitz geht, um schließlich, nach der sechsten und letzten Etappe in Pirna zu landen. Die einzelnen Etappen sind alle etwa gleich lang, nämlich 15 – 18 Kilometer und entsprechend in 5 bis 6 Stunden gemütlich zu erwandern. Gefährliche Stellen, bei denen Anfänger an ihre Grenzen geraten könnten, gibt es auf der Strecke nicht. Man wandern ganz entspannte durch die wunderschönen Weinberge und genießt herrliche Aussichten.
Einen Führer kann man Weinliebhabern dennoch nur wärmstens empfehlen, denn mit einem Führer aus der Region, der sich in der Gegend auskennt wie in der eigenen Westentasche, eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten. Nur zu gerne zeigen die Führer ihre eigenen Weingüter, lassen die erschöpften Wanderer probieren und geben so manche Geschichte zu besten.

Artenvielfalt an der Elbe

Donnerstag, 26. August 2010

Für Natur- und Tierliebhaber sind Radtouren oder Wanderungen entlang der Elbe überaus attraktiv. Dank erfreulicher Bemühungen zur Erhaltung der Arten bietet das Gebiet der Elbe auch heute noch einer großen Vielzahl von Tieren ein zu Hause. So leben entlang der Mittelelbe und auch an deren Nebenflüssen heute wieder zahlreiche Biber und Fischotter. Diese waren im 19. Jahrhundert komplett ausgerottet wurden, konnten in den vergangenen Jahrzehnten erfreulicher Weise aber wieder fest am Fluss angesiedelt werden.
Aber nicht nur seltenen Säugetiere sind in und an der Elbe zu Hause, auch was den Vogelbestand betrifft, stellt die Elbe ein erfreuliches Beispiel für gelungenen Tierschutz dar. Diverse seltene und bedrohte Vogelarten wie der Schwarzstorch und der Seeadler finden im Gebiet der Elbe ihre Brutplätze. Verbreitet sind zudem der beliebte Weisstorch, der Kranich sowie verschiedenen Limikolen, Gänse und Schwäne.
Und auch die Gattung der Amphibien ist in und an der Elbe vielfach vertreten. Auch für verschiedene Lurcharten und andere Amphibien stellt die Elbe eine der letzten Orte in Deutschland dar, an denen diese Tiere ein sicheres zu Hause finden. Erfreulicher Weise kommen einige Arten, die in anderen Gebieten beinahe ausgestorben sind, wie der Laub- oder der Moorfrosch in den Auengewässern des Flusses recht häufig vor. Auch für die vom Aussterben bedrohte Rotbauchunke ist die Aufrechterhaltung der natürlichen Lebensräume entlang der Elbe von größter Bedeutung.
Seit verstärkt an einer Verbesserung der Wasserqualität in der Elbe gearbeitet wird, haben sich Bestände verschiedener Fischarten ebenso wieder normalisiert wie die der kleinen Krebsarten, die in den kleinen Tümpeln, wie zum Beispiel Qualmgewässern angesiedelt sind.
Insgesamt ist die Situation also wieder deutlich erfreulicher als beispielsweise noch in den 80er Jahren als zahlreicher Arten kurz vor der völligen Verdrängung aus dem Gebiet der Elbe standen. Dennoch ist es noch nicht an der Zeit Entwarnung zu geben. Immer noch sind zahlreichen Tiere stark gefährdet und daher darauf angewiesen, dass der Mensch sich angemessen verhält. Auf Wanderungen und Radtouren an der Elbe kann man zahlreiche Arten beobachten, aber stellen Sie sicher, dass Sie die Tiere nicht stören und schon gar nicht in Gefahr bringen.